DIE WUNDE IN DER EWIGKEIT

Veröffentlicht am 15. September 2022 um 18:01

DIE WUNDE IN DER EWIGKEIT

Irgendwo hier
und irgendwo dort
verblasst das Leben
und stirbt hinfort
im Zyklus der Zeit,
der endlos seine
Kreise zieht.
Und so frag ich mich:
kam blind der Mensch auf diese Welt?
Denn bist du
oh makelloser Kreis,
nicht Diener
der Ewigkeit? 
Doch Stund um Stund
lockst du die Welt
in deinen Schlund.
Sage mir...
Wo ist der Riss,
die breite Kluft
in deiner Form?

Ich spüre, ich sehe...
ich höre dein Singen
im tanzenden Reigen
der Jahreszeiten.
Im Brechen der Wellen
lässt du mein Sehnen
erklingen.
Und mündet
nicht jede Wolke stets
in die Umarmung
deiner Unergründlichkeit,
wenn sie im Horizont
verschwindet?

Und doch umgibt
mich Sterblichkeit.
Zweifel, Fragen,
Ängste plagen...
bis du erneut
den Funken
in mir schlägst
und Ich in
schöpferischen Höhen
dein Lied in mir
vernehme.

Von Licht durchströmt,
das Dickicht
meines Geistes
erhellt...
wird mir gewahr,
Oh ja.
Ich bin sterblich
wie der Tag,
der dennoch
stetig neu erwacht!
Ein Kreis im Kreise,
wie mir scheint,
unveränderlich vereint
im Spiel der Zeit,
das ins Uferlose treibt.

DIES ist die Kluft
in deiner Form,
die blutende Wunde!

Im Werden
liegt das Sterben...
doch reicht uns
dort, wo
Himmel und Erde
sich küssen,
die Vergänglichkeit
voll Güte
ihre Hand,
um uns nach
hause zu führen.

So folg mir,
tapferes Herz,
denn auf dem
Pfad des Wandels
schließt sich
nun der Kreis
und wir gelangen
zurück in
die Ewigkeit.

~ James Rogers ~ 


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.